• Romana

Wandern und Herzensangelegenheiten


Bergauf, Bergab, am Berg entlang: Wandern ist ein optimales Trainingsprogramm vom Herz bishin zu den Hormonen.

Ich hab ein bisschen recherchiert und kann euch hiermit ein wenig davon erzählen, was sich beim Wandern im Körper abspielt.




Zunächst gleich mal die Fakten:

kontinuierliche, längere Belastung während des Wanderns stärkt das Herz-Kreislauf-System und baut Muskulatur auf

Trittsicherheit, Gleichgewicht und Koordination werden geschult

Bewegung in der Natur hilft bei schlechter Laune und sogar bei Depressionen und bei PMS! 

Nat-ur (lat.) bedeutet Geburt - so fühlen wir uns nach längerer Zeit in der Natur oft wie "neu geboren" 


Geschichtsausflug 

Früher wurde gewandert um den Lebensunterhalt zu verdienen, etwas später wurden Freizeitwanderer sogar belächelt und erst heute ist das Wandern eine beliebte Freizeitaktivität für Sie & Ihn, Jung & Alt und Groß & Klein. 


Das Wandern ist des Herzens Lust

Man erkannte rasch, dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust, sondern auch des Herzens Lust ist. Die kontinuierliche, längere Belastung, in der die Herzfrequenz zu 110 bis 130 Schlägen pro Minute steigt, also rund doppelt so hoch wie in Ruhe, stärkt unser Herz und das gesamte Herz-Kreislauf-System. Die Herzfrequenz kann sogar bis über 150 Schlägen pro Minute (man spricht dann vom Puls) zunehmen, wenn es richtig steil wird. Ein starkes Herz kann uns länger andauernde Vitalität und geringere Beschwerden und Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System im Alter bereiten. 


Stramme Waden

Des weiteren wird die gesamte Beinmuskulatur von den Knöchel bis zu den Oberschenkel gestärkt und auch Muskeln die zur Stabilisation der Hüften dienen werden beansprucht. Werden Stöcke als Gehhilfe oder Stütze hinzugenommen, so profitieren auch die Arme und Schultern vom anstrengenden Wandern und bauen Muskulatur auf. Keine Angst, Wandern macht keinen Bodybuilder aus dir! 

Aus dem online-Magazin Bergwelten konnte ich folgende Info zum bergabgehen entnehmen:  Gern unterschätzt wird auch die positive Wirkung des Bergabgehens, sagt Wolfgang Schobersberger, Vorstand des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus in Innsbruck. Die höhere Wahrscheinlichkeit eines Muskelkaters ist zwar nicht abzustreiten, doch würden eigene Muskelgruppen, vor allem am Oberschenkel, trainiert. Außerdem wird dieselbe Bewegung bei niedriger Herzfrequenz durchgeführt, was gut für Menschen mit Herzproblemen sei, so der Experte. Wer Hüft- oder Knieleiden hat, dem empfiehlt Schobersberger allerdings die Seilbahn bergab.


Gipfelhoch & Bergerlebnis 

Draußen sein und Natur erleben hebt die Stimmung und macht glücklich. Natürlich lässt sich auch das wissenschaftlich erklären. 

Endorphine, "die Glückshormone", werden bei Anstrengung, sowie generell bei Sport, verstärkt ausgestoßen und sind für die gute Laune des Wanderers zuständig. Kommt der Wanderer zu einer spannenden Stelle in der er sich unsicher fühlt oder sogar Angst entwickelt, wie zB. bei steilen Querungen oder schmalen ausgesetzten Steigen bei denen Konzentration und Geschicklichkeit gefragt ist, so wird Adrenalin ausgestoßen. Als Adrenalin wird das körpereigene Stresshormon bezeichnet, welches wiederum für die Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt und uns wach und aktiv hält. 


Ausblicke & Einsichten 

Neben den körperlichen und psychischen Benefits des Wanderns, möchte ich auch die philosophischen Aspekte nicht ausser Acht lassen. 

"Natur- und Bergerlebnisse ermöglichen ein unmittelbares Erleben und einen tieferen Dialog. Wenn man von einem Berggipfel über Täler bis zum Horizont blickt, dann weitet sich das Denken. Das Visuelle hinterlässt immer eine Spur im Gedachten. 

Die Bewegung hat einerseits etwas Meditatives. Durch den gleichbleibenden Rhythmus können wir unseren Geist besser arbeiten lassen. Andererseits regt uns der Wandel der Landschaft zu Gedankensprüngen an und wir können uns leichter von Denkstarren lösen." Philosophin Dr. Cornelia Bruell

Wandern bietet also eine große Vielfalt an positiven Einflüssen für unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Gemeinsam mit Yoga ist Wandern also mehr als ein passender Begleiter für ein gesundes und ausgeglichenes Leben.


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